Post aus dem Apfelgarten

Bahnfahren mit Kind

11 Wochen ist der kleine Zwackelmann (Preisfrage: in welchem Kinderbuch kommt jemand Namens Zwackelmann vor? Ohne Google – irgendjemand? 😉 ) morgen schon alt und so langsam haben wir uns in meinem Elternhaus eingelebt. Nach knapp drei Wochen genieße ich immernoch die Annehmlichkeiten, die das vorrübergehende wohnen bei Mama & Papa so mit sich bringt und hoffe, dass dieser urlaubsartige Zustand noch anhalten wird bis wir in ca. vier Wochen in unsere eigene Wohnung umziehen können.
Im Moment befinde ich mich allerdings wieder auf dem Weg in den Norden. Mein Studium soll trotz Baby nicht völlig auf Strecke bleiben und da dieses Semester schon nicht mein Praxissemester stattfinden kann, will ich zumindest ein Seminar nachholen, daß mir noch fehlt – wer weiß, wie stressig der Rest des Studiums noch wird, da will ich die Zeit lieber jetzt nutzen. Das Blöde ist nur, dass ich durch meinen Umzug nun eine erheblich längere – und teurere – Strecke zur Uni zurücklegen muss. Also dachte ich mir, dass die Anschaffung einer Bahncard für Studenten sich sicher lohnen wird. 122€ sind schon ein Haufen Geld, aber die Einsparungen eben auch beträchtlich. Im Bahnhof angekommen musste ich allerdings feststellen, dass die ermässigte Karte an eine weitere Bedingung geknüpft ist: man darf nicht älter als 26 Jahre sein. Also musste ich eine reguläre Bahncard 50 für 240€ kaufen – und ich hatte mich schon so darüber gefreut diese Woche gleich ZWEI Paar Ohrstecker über meinen Onlineshop verkauft haben… Yeah, 5,98€ wieder drin…
Aber was solls: aufs Jahr gesehen wird sich das hoffentlich trotzdem noch lohnen, vor allem da ich zum Preis des Regionalzuges auf dieser Strecke mit dem ICE fahren kann. Und das ist ein echtes Geschenk wie ich grade feststellen durfte. Im ICE gibt es nämlich ein Kleinkindabteil! Und auch wenn ich dafür natürlich eine Tür zu früh eingestiegen bin und den Kinderwagen stehenlassen musste, so sitzen wir hier jetzt doch in einer abgetrennten Ecke ALLEIN mit VIEL PLATZ um uns herum. Sogar ein kleines Klettergerüst gibt es hier (siehe Bild). Durch die Milchglasscheibe habe ich nicht dass Gefühl, dass mich jeder beim Stillen anstarrt – auch wenn es mir egal wäre, nett ist es trotzdem – und da ich zufällig Kopfhörer in der Tasche hatte kann ich auf einem Ohr NDR Kultur hören während ich diesen Post auf meinem Handy tippe – irgendwie muss man sich die Zeit ja vertreiben…
Insgesamt hatte ich mir das Reisen mit Kind anstrengender vorgestellt. Okay, Baby trinkt und schläft die ganze Zeit, daß ist natürlich auch nicht immer so, aber ich bin auch für Kleinigkeiten dankbar. Wie gestern Abend eine dreiviertel Stunde in Ruhe Zeit zu haben unsere Sachen zu packen, während der Kleine ruhig auf dem Bett pennt ohne aufzuwachen und ohne dass ich direkt neben ihm liegen muss.
Es geht voran, im wahrsten Sinne des Wortes, der nächste Halt ist schon unserer.

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