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Stillende Mutter in Hamburg aus Bus geworfen!

Bildquelle: https://www.facebook.com/nicoschwenke123?fref=photo
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Darf sehr gerne geteilt und untersützt werden:

‪#‎Hochbahn‬ ‪#‎Hamburg‬

‪#‎HVV‬ – ich bin entsetzt!

Gestern berichtete mir eine Mutter, die ihr Baby, um kurz nach 17 Uhr in einem Bus der Linie 14 auf dem Weg nach Hause im Tragetuch ‪#‎stillen‬ wollte, weil es müde war, Hunger hatte und weinte, dass sie vom Busfahrer per Mikrofon genötigt wurde, entweder auszusteigen und den nächsten Bus zu nehmen oder mit dem stillen aufzuhören.
Der Busfahrer blieb so lange stehen – und nötigte hiermit auch die anderen Fahrgäste zu längerer Wartezeit und entsprechendem Frust – bis die betreffende Mutter tatsächlich den Bus verließ um zu Fuß zu einer anderen Haltestelle zu laufen und von dort aus ihren Heimweg in einer anderen Buslinine fortzusetzen.

Mal ganz von der Demütigung für die betreffende Mutter abgesehen – wie kann es sein, dass ein Busfahrer Ihres Unternehmens einer Mutter das Stillen untersagt und einem Baby damit lebensnotwendige Nahrung und Flüssigkeit und das, an einem heißen Tag wie heute??

Stillen ist nachgewiesenermaßen die gesündeste Ernährung für Babys! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt hierzu ganz klar: „Weltweit gilt die Empfehlung, dass Säuglinge zur Erzielung ihres optimalen Wachstums sowie ihrer optimalen Entwicklung und Gesundheit während der ersten 6 Lebensmonate voll (d.h. ausschließlich) gestillt werden sollten. Anschließend sind sie zur Deckung ihres sich weiterentwickelnden Nährstoffbedarfs mit ernährungsphysiologisch angemessener und sicherer Nahrung zusätzlich zur Muttermilch zu ernähren, und zwar bis zum Alter von 2 Jahren oder darüber hinaus. nach:WHO and UNICEF: Global Strategy for Infant and Young Child Feeding, 2003“

Brüste sind NICHT in erster Linie Sexualobjekte sondern produzieren perfekt auf die Bedrüfnisse eines Säuglings abgestimmte Muttermilch – sie sind zur Ernährung von Säuglingen geschaffen! Stillende Mütter sind keine Exhibitionistinnen, die ihre Brust in öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst vielen Menschen zeigen wollen! Eine stillende Mutter versucht, das Bedürfnis, ihres Babys nach Nahrung, Flüssigkeit, Zuwendung und Trost zu stillen – und ihre Mitmenschen vor ohrenbetäubendem Gebrüll zu bewahren.

Als stillende Mutter, Stillberaterin, HVV-Nutzerin, Bürgerin dieser Stadt und als Mensch bin ich zutiefst entsetzt über diese „Geschäftsphilosphie“ die Ihr Busfahrer da in Ihrem Namen vertritt!

 

Wer auch dieser Meinung ist kann sich hier hinwenden:

Hochbahn Beschwerdemanagement:

Telefon: 040/32 88-27 23 (Mo–Fr 9–18 Uhr)

Mail an: info@hochbahn.de

Pressesprecher: Christoph Kreienbaum Tel.:
040/32 88-21 21

stellv. Pressesprecherin: Christina Becker Tel. 040/32-88-2556

Mail: presse@hochbahn.de

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38 Comments

  • Reply
    Vera K.
    5. Juni 2015 at 10:10

    Unfassbar. Habe eine hm…deutliche ;) Beschwerdemail geschrieben und bin gespannt auf die Reaktion.
    LG,Vera

    View Comment
  • Reply
    Vera K.
    5. Juni 2015 at 11:54

    Habe eben eine E-Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:
    Sehr geehrte Frau K***

    vielen Dank für Ihre Beschwerde an die HOCHBAHN zu dem Vorfall am gestrigen Tag, bei dem ein Fahrer der Linie M14 eine stillende Mutter des Busses verwiesen haben soll.
    Es erreichen uns einige Eingaben zu diesem Vorfall. Die HOCHBAHN wird sich zeitnah zu diesem Thema äußern und Ihnen eine Stellungnahme zukommen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rainer Vierzigmann
    Sachgebietsleiter Kundendialog

    Hamburger Hochbahn AG
    Sachgebiet Kundendialog
    Steinstraße 5
    20095 Hamburg
    Telefon: 040 3288-2725
    Fax: 040 3288-812717
    rainer.vierzigmann@hochbahn.de
    http://www.hochbahn.de

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    • Reply
      Kakadu
      6. Juni 2015 at 16:37

      Auf die Stellungnahme bin ich gespannt. Da ich nicht zu denen gehören die Ihrer Community folgen, wäre ich dankbar für eine Nachricht, wenn die Stellungnahme bei Ihnen ist und veröffentlicht wird. Der Inhalt würde auch mich interessieren.
      Herzlichen Dank!

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  • Reply
    Nicola
    5. Juni 2015 at 12:46

    Liebe Lena, danke fürs anstupsen, bei uns ist es jetzt auch online: http://windelfrei.blog.de/2015/06/05/stillende-muetter-hamburg-bus-geworfen-20512536/

    hug!
    nic

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  • Reply
    Christin
    5. Juni 2015 at 22:12

    Die Blicke bekommt man doch an so vielen Orten. Schlimm, dass Kindererziehung/ bzw. Familie in vielen Köpfen nicht statt finden darf.

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  • Reply
    Nancy
    6. Juni 2015 at 09:57

    Der Busfahrer selbst ist bestimmt der erste der sich aufregt, wenn sich jemand daran stört das er gegen den nächstbesten Baum pinkelt… Der sollte ne dicke, fette Abmahnung bekommen und sich ebenfalls persönlich bei der Frau entschuldigen!

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    • Reply
      Kakadu
      6. Juni 2015 at 16:33

      sicher haben Sie zig gegen den Baum pinkelnde Busfahrer gesehen. Oder?

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  • Reply
    Katja
    6. Juni 2015 at 12:07

    Bin auch zutiefst enttäuscht.
    Vielen Dank dass so viele es laut aussprechen und sich darüber beschweren.Das Stillen soll endlich zum Alltag werden und es soll endlich von der Gesellschaft akzeptiert werden

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  • Reply
    Hanna
    6. Juni 2015 at 17:28

    Und niemand der anderen Fahrgäste hat was gesagt?! Das finde ich fast noch trauriger! Dass EIN Mensch nicht mehr falsch von richtig unterscheiden kann, kann man ja noch so hinnehmen, aber dass ALLE ANDEREN in diesem Bus auch nicht reagiert zu haben scheinen, bestürzt mich noch viel mehr! Würde ich so eine Ansage von einem Busfahrer mitbringen, würde ich mich direkt für die stillende Mutter einsetzen und mich über den Fahrer hinterher auch direkt persönlich beschweren. Sowas geht einfach gar nicht!

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  • Reply
    Edith
    6. Juni 2015 at 20:42

    Der Busfahrer muss ein “Loch” im Kopf haben, dh psychisch krank oder gar geistig behindert sein, denn so ein Verhalten ist einfach unmenschlich. Ich frage mich, in welchem Land wir leben…..?

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    • Reply
      Chrissy
      12. Juni 2015 at 20:17

      Ich, selbst stillende Mutter und staatlich anerkannte Heileruiehungspflegerin, bin über das Verhalten des Busfahrers ebenso entsetzt.
      Aber genauso finde ich die Aussage er müsse geistig behindert sein, da sein Verhalten unmenschlich sei, entsetzlich!
      Ein Mensch mit geistiger Behinderung hat genau die gleichen Eigenschaften wie jeder andere Mensch auch! Ich finde es widerlich Menschen mit Behinderung als schlechte Menschen hinzustellen!

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    • Reply
      Kakadu
      14. Juni 2015 at 23:13

      Hallo, Edith!
      Geht’s denn noch? Ihr Post ist unter der Gürtellinie und verunglimpft Menschen mit Handicap. Mein Sohn ist ein Down-Syndrom-Kind – geistig behindert. Sie haben keinerlei Ahnung, wie facettenreich das Leben mit einem Dow-Syndrom-Kind ist. Allerdings wird er wohl nie Busfahrer werden…
      Sie sollten sich schämen!

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  • Reply
    Malte
    6. Juni 2015 at 23:16

    Hallo.

    Ich bin Vater einer kleinen Tochter und möchte auch gerne etwas zu diesem Thema beitragen.

    Stillen ist notwendig, auch Unterwegs. Dennoch, finde ich, sollten Frauen, die das Notwendige verrichten, dies in einer Weise tun, die nicht allzu öffentlich ist. Als Beispiel wurde hier ja schon das pinkeln von Männern genannt. Das sollte man auch nicht allzu öffentlich tun, obwohl das auch Unterwegs notwendig ist.

    Ich will von niemandem seinen Pimmel prominent vorgeführt bekommen und eben auch nicht Brüste eim Stillen. Natürlich ist beides nicht “verboten” und das ist auch gut so, aber es ist eben assoziales Verhalten abseits der Norm. Jeder guckt einen dann komisch an, da brauch man sich nicht wundern.

    Es gibt einfach soziale Normen, die von der Mehrheit Aller eingehalten und respektiert werden, dazu gehören: Waschen, Deo nehmen, Nicht seine primären und sekundären Geschlechtsorgane öffentlich zeigen, keine Notdurft öffentlich verrichten, usw…. Wer sich nicht daran hält ist eben ein Freak und macht sich selbst peinlich.

    Ich habe mich auch schon öffters peinlich gemacht… Wenn ich z.B. an einen Baum gepinkelt habe und im gleichen Moment eine Familie um die Ecke kam…. Solche Geschichten passieren JEDEM im Leben mehr als einmal, ABER die sollten einem dann eben auch peinlich sein.

    Natürlich ist die Reaktion des Busfahrers völlig überzogen. Er hätte Sie freundlich fragen können, ob Sie bitte Ihre Brüste etwas verdeckt und wenn Sie mit “nein” geantwortet hätte, ist das eben so. Dann wäre Sie eben durch assoziales Verhalten aufgefallen, aber das rechtfertigt ja keinen Rausschmiss. Es kann ja jeder machen was er will, egal wie peinlich er/sie sich dabei auch macht.

    Das sind meine 2ct dazu, ich weiss, dass meine Meinung vermutlich hier nicht auf Viel Gegenliebe stoßen wird und ich möchte nochmal erwähnen, dass Stillen WICHTIG ist, AUCH Unterwegs.

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    • Reply
      gaertnerin_Lena
      7. Juni 2015 at 00:12

      Wenn du öffentlich urinierst ist das ausscheiden – und nicht Nahrungsaufnahme! Zwei Dinge, die man tunlichst nicht mitteinander verwechseln sollte! Ein Baby mit notwendiger Flüssigkeit und Nahrung zu versorgen – selbst wenn sie aus sekundären Geschlechtsmerkmalen kommt – sollte KEINER Frau peinlich sein, oder es gar sein müssen! Wenn dich Brüste und öffentliche Nahrungsaufnahme so derartig stören wende dich mit deinen “2ct” doch bitte auch an sämtliche Bekleidungshersteller, die allzu freizügige Werbeplakate aufhängen und an jeden, der öffentlich Nahrung zu sich nimmt. Alles andere wäre inkonsequent. Danke.

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      • Reply
        Nadine-auch Mutter
        7. Juni 2015 at 16:01

        Also ich finde es auch absolut lächerlich stillen mit wild pinkeln (wobei letzteres ja Verboten und, zumindest hier bei uns mit 15 Euro (?) geahndet wird). Ich finde es sehr peinlich als Erwachsener Mann zuzugeben wild zupinkeln. Als Erwachsener kann man das ja schon einhalten, selbst meine beiden Kinder können das auf langen Autofahrten mehrere Stunden ohne Toilettengang.
        Stillen ist sicherlich auch etwas Intimes, allerdings auch was notwendiges und in meinen Augen absolut zu jeder zeit und an jedem Ort legitim. Wo kommen wir denn hin wenn jetzt Müttern das Stillen verboten wird.
        Wer sich beim Anblick einer Stillenden Mutter belästigt oder sexuell genötigt fühlt, sollte mal darüber nachdenken was mit einem selbst nicht stimmt.

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    • Reply
      Saskia
      7. Juni 2015 at 08:04

      Urinieren in der Öffentlichkeit ist verboten. Nahrungsaufnahme in der Öffentlichkeit nicht. Wie kann man das denn bitte vergleichen?
      Jede Mutter die stillt, lässt nicht einfach so ihre Möpse raushängen, dass alle Welt es sieht. Bei den meisten bemerkt man es nicht mal.

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    • Reply
      Liesel
      7. Juni 2015 at 20:55

      Asozial?!?!?!?? Ich brech zusammen… Das meinst du doch nicht ernst?!

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    • Reply
      W.Pietsch
      8. Juni 2015 at 10:34

      In welcher Welt lebst du eigendlich? Solch hahnebüchigen Aussagen und Vergleiche sind nur peinlich,genau wie dein pinkeln an einen Baum!!

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    • Reply
      Stillende
      4. September 2016 at 22:32

      Lieber Malte, nimm doch den besagten Busfahrer an der Hand und springt eine möglichst hohe Brücke runter. Damit würdet ihr der Gesellschaft einen grossen Dienst erweisen. Stillende Mütter sollten ermutigt und nicht runter gemacht werden. Und wenn du das Stillen als anstößig empfindest, dann schau weg. Niemand zwingt dich hinzusehen!

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  • Reply
    Mama-von-2
    7. Juni 2015 at 07:06

    Es ist wirklich erschreckend und unglaublich was da passiert ist.

    Wenn ich sowas lese muss ich mich echt fragen in was für einer Welt wir leben.

    Überall sieht man halbnackte Frauen oder Männer.Auf Plakaten, in der Fernsehwerbung oder auch so in der Öffentlichkeit.Gerade jetzt wo es wieder wärmer wird.

    Die Brust der Frau wird leider nur als Geschlechtsteil gesehen und da ist es dann auch ok wenn man alles sieht.

    Wenn eine Mutter ihr Baby stillt, ist es obzön, abartig oder wird mit assozialem Verhalten gleichgestellt.

    Wirklich sehr sehr traurig

    Das gibt es aber leider in vielen Ländern.Im Fernsehen habe ich mal etwas über eine Werbekampagne gesehen, wo Frauen mit stillenden Kindern auf der Toilette abgelichtet wurden um darauf aufmerksam zu machen und vielleicht etwas zu ändern.

    Bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube es war Russland.

    In meiner Heimat im Ruhrgebiet hat es auch schon solche Vorfälle gegeben.Hier saß eine stillende Mutter auf einer Treppe im Einkaufszentrum und wurde von der Security aufgefordert selbiges sofort zu verlassen.

    Wirklich unfassbar traurig.

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  • Reply
    Saskia
    7. Juni 2015 at 08:01

    Was ich fast noch schlimmer finde ist, dass sich niemand für die Mama eingesetzt hat.
    Und jetzt dieser New Yorker Vorfall. Schlimme Welt in der stillende Mütter diskreminiert werden. Es macht mich wirklich wütend

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  • Reply
    albert
    7. Juni 2015 at 17:57

    Grundsätzlich ist das Stillen das Normalste und Überall möglich, wo ich es für nicht gut finde, ist in fahrenden Autos/Buse, dafür ist das Risiko eines Unfalls zu Groß. Ich denke (hoffe) der Fahrer hat an das Gedacht !!!!!

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  • Reply
    Heidi
    7. Juni 2015 at 21:01

    Ich bin irgendwie von der Meinung des Mannes etwas weiter oben auch entsetzt. Ich kenne keine Frau die sich barbusig hinsetzt alles offen läßt und ihr kind stillt. Die die ich kenne drehen sich schon meist weg oder haben Stillwäsche an sodas man höchstens 5 cm haus sieht die Brustwarze selber hat das Kindl doch im Mund. Und wenn die Frauen keine Stillwäsche haben dann kommt hier und da ein Tuch zum einsatz welches über die Schulter gehangen wird. Eben weil sich die meisten doch schämen, was nicht sein sollte aber anerzogen ist genau von solchen Eltern die genauso denken wie obiger Mann.
    Ich für mich hätte auch den Bus nicht verlassen ich hätte zu ende gestillt und wäre sitzen geblieben. nd wenn sich die Fahrgäste aufregen dann bestimmt eher weil die Fahrt verzögert wird als das da ne mama ihr Kind stillt.

    Ich bin auch schon in Kaufhäusern und Resturants auf die Toilette verwiesen wurden. In einem Teppichladen wurde ich in die Toilette geschickt da hätte man direkt eine Stillecke eingerichtet. ich dacht OK anschauen kannst das ja mal. Ich setzte mich auf den Sessel Blick auf die Toilettentüren und genau neben dem babykopf (sofern ich da gestillt hätte) prangte die Öffnung des Mülleimers für damenhygieneartikel!!!!! Ich habe mich dann auf einen Teppichstapel gesetzt und gestillt auch weggedreht vom Gang. Da kam ein Mitarbeiter (männlich) und meinte ich hättte es da drin doch gemütlicher mit dem Sessel. Ich habe ihn nur gefragt ob er sich die stillecke schonmal angeschaut hat. Nein natürlich nicht das sei die Damentoilette. Ich erklärte ihm was da los sei und er war entsetzt und meinte das er das gleich weiter leitet. Bleibt abzuwarten ob sich da was getan hat.

    In Resturants ist mein Standartsatz an den Kellner ob ich mein Gericht dann auch auf der Toilette serviert bekomme. Bisher durft ich sitzen bleiben und weiter stillen.

    Es gibt da echt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten bis stillen wirklich akzeptiert wird.

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  • Reply
    Hamburger
    8. Juni 2015 at 08:49

    So etwas in der als weltoffen u. liberal apostrophierten “Weltstadt” Hamburg ist eine veritable Schande!!!
    Was war denn das für ein Typ, der Busfahrer? Den sollte man mal von der Arbeit abholen u. zu einem Privatissimum “einladen”.

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  • Reply
    Nicola
    8. Juni 2015 at 15:21

    Wie man Stillen mit öffentlichem Urinieren vergleichen kann, erschließt sich mir auch nicht. Das eine ist eine Sache zwischen Mutter und Kind, das eigentlich keine Probleme bei Außenstehenden hinterlassen sollte, das andere ist eklig, rücksichtslos und Verschmutzung, Sachbeschädigung und hinterlässt eben doch seine Spuren, die Andere sicherlich nicht so erstrebenswert finden. Wie man da einen Vergleich ziehen kann…

    Lieber Malte, wenn es um dein Wohnzimmer oder deine Terasse ginge, findest du dann Stillen und Pinkeln auch gleichwertig? Darf da, wo gestillt wird, auch gepinkelt werden? Oder muss sich eine stillende Mutter bei dir zu Hause ins Badezimmer verziehen, weil es ihr peinlich sein sollte, in deinem Wohnzimmer zu uri… äh… zu stillen? Eine Antwort von dir würde mich interessieren! ;)

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  • Reply
    Nicola
    8. Juni 2015 at 15:49

    Oder pinkelst du bei einer stillenden Mutter auf die Couch, wenn sie es wagt, sich dort zum Stillen hinzusetzen? ;P

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  • Reply
    matthias
    8. Juni 2015 at 19:25

    Gefällt mir natürlich nicht !!! So etwas kann es nur hier in Deutschland geben . In anderen Ländern ist es selbstverständlich. Das ist für mich ein ganz normales Verhalten!!! Der Busfahrer sollte für ein Jahr nach Schweden versetzt werden, danach sollte er wieder menschliche Züge zeigen

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  • Reply
    Vera K.
    9. Juni 2015 at 07:27

    Die Stellungnahme habt ihr sicher gesehen? Auch wenn klargestellt wurde dass Stillen selbstverständlich erlaubt ist finde ich es doch merkwürdig dass da angeblich nichts auf den Bändern zu finden sei. Weiß da jemand etwas näheres? Herrje wie mich so etwas nervt.
    Liebe Grüße, Vera

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  • Reply
    Johannes van Driel
    9. Juni 2015 at 11:10

    Was mich ein wenig betrübt ist die geringe Zahl an Männer, die sich hier zu dem Vorgang äußern. Selbstverständlich kann man auf solche krude und verwirrte Vergleichen zwischen nackte Pimmeln beim Urinieren und nackte Brüste beim Stillen verzichten. Denn kein normaler Mann wird mitten in der Stadt einfach gegen einem Baum pinkeln, es sei denn er wäre sturzbesoffen. Bei einem Spaziergang im Wald könnte das aber hochnötig sein, dass gebe ich zu. Aber ich habe dort auch oft genug Frauen gesehen, die sich entlasten. Nur beide Geschlechter (oder muss man mittlerweile schon “Gender” sagen um politisch korrekt zu sein?) versuchen sich doch nicht öffentlich zu zeigen und sind unangenehm überrascht, wenn plötzlich ein(e) andere(r) Wanderer/in auftaucht. Und stört es mich? Nein, denn es ist ein natürlicher Vorgang, welche man nur dann in der (Semi)Öffentlichkeit verrichtet, wenn es gar nicht anders geht. Normalerweise sucht Mann und Frau aber eine dazu vorhandenen Vorrichtung – sprich: Toilette – auf.

    Und wie verhält es sich nun beim Stillen? Nun, die meisten Frauen würden normalerweise ihre Brüste bestimmt nicht öffentlich zeigen, es sei denn am FKK-Strand oder in der Sauna. Sie sind z. B. beim Umziehen am Strand genau ebenso peinlich überrascht, wenn ein männlicher Person plötzlich um die Ecke kommt, wo sie gerade ihr Badeanzug wechseln möchte und nun barbusig da steht. Und stört es mich? Überhaupt nicht!
    Auch mir ist es öfters mal passiert, dass ich gerade nackt da stand an einem stillen Strand und plötzlich eine Gruppe Frauen vorbeikam. Und ich habe bemerkt: in de meisten Fälle ist man selber am meisten beschämt. Nimmt man die Situation aber locker und in diesem Moment als ganz normal an, wird keiner, der vorbeigeht sich aufregen. Höchstens ein wenig lachen, aber dass hängt damit zusammen, dass wir alle immer ein wenig schadenfroh sind, wenn einer anderen Person ein Missgeschick passiert.

    Wieso verhält es sich dann beim Stillen anders? Auch dort ist es viele Frauen irgendwie peinlich, wenn sie in der Öffentlichkeit ihr Kind die Brust geben müssen. Schließlich sind es alle Fremde Leute und man muss davon ausgehen, dass es immer Männer geben wird (vielleicht auch Frauen?) die einer dann auf die Brüste stieren. Wäre ich eine Frau, ich würde wahrscheinlich eine andere Gelegenheit vorziehen.
    Nun aber nimmt die Natur überhand. Dem Mann, der sich vorhin dazu geäußert hat auch mal öffentlich an einem Baum zu urinieren (wieso eigentlich? Wir sind doch keine Hunde!) sei gesagt, dass bei Frauen die Milch oft schneller kommt wie sein Urin. Es gibt keine Schließmuskel in den Milchdrüsen. Und wenn die Stillzeiten nicht eingehalten werden können, dann schießt die Milch aus die Brust.
    Hinzu kommt, dass es eine normale Reaktion in der Natur ist, dass weibliche Wesen alles tun würden um ihr Kind zu schützen und am Leben zu erhalten. Nun würde ich nicht so weit gehen, zu behaupten, dass die Kinder sterben würden, wenn Frau mal einmal nicht stillt. Aber es ist eine normale Reaktion auf Kindergeschrei sofort zu reagieren und die Bedürfnisse des Kindes zu befriedigen. In diesem Fall also den Wunsch nach Nahrung. Jede Frau, die zum Glück noch bereit ist auf natürlicher Art zu stillen, wird sich daher über ihren eigenen Scham hinwegsetzen und die Wünsche des Kindes an erster Stelle setzen.

    Würde es aber einen geeigneten (öffentlichen) Stillraum geben, würde sie einen solchen bestimmt aufsuchen. Statt eine Mutter anzufeinden, weil sie öffentlich stillt sollte man(n) sie eher bemitleiden, dass sie sich gezwungen sieht etwas zu tun, was sie normalerweise nie tun würde, nämlich einfach die Bluse in aller Öffentlichkeit auf zu knöpfen. Damit man mich nicht falsch versteht: selbstverständlich bemitleide ich die Frauen NICHT weil sie stillen müssen. Im Gegenteil! Ich bewundere solche Frauen und beneide sie auch, da wir Männer nie so stark mit unseren Kindern verbunden sein können.

    Die meisten Frauen werden auch alles daran tun, ihre Brüste soviel wie möglich zu bedecken während des Stillvorgangs. Einerseits, weil es ihnen doch ein wenig unangenehm ist; zweitens, weil es immer wieder Männer gibt, die es nicht lassen können ständig auf die Brüste zu stieren. Okay, dass Mann von nature aus auf diese Körperteile fixiert ist, kann Frau ihm nicht über nehmen. Aber liebe Geschlechtsgenossen, es reicht doch, wenn man nur einen kurzen Blick erhascht. Man braucht doch nicht ständig dahin zu schauen. Das wäre – um mal auf den Kommentar dieser Person zuruck zu kommen – genau so, als ob eine Frau die ganze Zeit auf deinen Pimmel schaut, wenn du am Baum Pinkelst. Meistens geht dann gar nichts mehr. Ich bin mir nicht sicher, aber ich könnte mich vorstellen, dass Frau auch Probleme hat mit dem Milchfluss, wenn Mann ihr ständig auf die Brüste guckt.

    Und drittens, weil es immer wieder Menschen gibt, die sich daran stören, wenn Frauen in der Öffentlichkeit stillen. Aus welchem Grund auch immer. Die Antwort darauf wäre wahrscheinlich nur: “Weil man so was nicht tut in der Öffentlichkeit!” Zum Glück gibt es aber kein Gesetz, dass Stillen in der Öffentlichkeit verbietet. Oft hört man auch, dass es sich hier um Erregung öffentlicher Ärgernis handelt und man deshalb die Polizei rufen sollte.

    §183a StGB spricht aber davon, dass die Nacktheit in Verbindung mit sexuellen Handlungen stehen muss. Nun könnte man zwar behaupten, dass das Nuckeln an die Brust einer Frau auch als sexuelle Handlung gelten kann, aber doch nur, wenn eine Mann oder andere Frau das tun würde. Das Kleinkind möchte nur Essen und Trinken.
    Bei öffentlicher Nacktheit kann allenfalls von einer „Belästigung der Allgemeinheit” ausgegangen werden. Dabei handelt es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit (§ 118 OWiG), also nicht um eine Straftat. In der Praxis werden Fälle öffentlicher Nacktheit in der Regel mit einem Platzverweis behandelt, eine Verfolgung als Ordnungswidrigkeit erfolgt in der Regel nicht. Ein Ruf nach der Polizei wäre nicht nur unangebracht. Sie würde bei Eintritt der Polizei auch eher eine Mahnung oder Verwarnung des Protestierenden zur Folge haben.
    Auch das Argument, dass Kinder nicht sexuell belästigt werden dürfen (gerne benutzt, wenn Jungen in der Nähe sind) wird gerne benutzt. Nun, dass was bei stillenden Frauen nur ansatzweise gezeigt wird, nämlich die Brustwarze bevor das Kind anfängt zu saugen, wird im Schwimmbad, am Strand, in der Werbung, im Fernsehen und in einer bestimmten Zeitung viel deutlicher gezeigt. Die sexuelle Bildung findet eher dort und – verbotenerweise – vielleicht noch im Mädchen-Umkleideraum statt, als beim Anblick einer stillenden Mutter.
    Okay, Kinder werden wahrscheinlich schon länger zuschauen. Aber das hat eher damit zu tun, dass stillende Mütter eine aussterbende Gruppe sind und der Vorgang an sich fast unbekannt, als dass die Brust oder Sexualität dabei eine Rolle spielen.

    Übrigens: viele Männer sind auf Schlag sprachlos, wenn Frau ihr Gegenüber – also den stierenden oder zeternden Mann – eine einfache Frage stellen würde, nämlich: “Möchten Sie auch mal?”. Die meisten werden sich dunkelrot abwenden und sollte doch einer tatsächlich zugeben, dass er gerne möchte, kann man immer darauf verweisen, dass das Kind die erste Rechte hat.
    Selbstverständlich können Sie sich auch eine andere Frage oder Bemerkung ausdenken. Ich habe aber mehr wie einmal erlebt, dass solche Fragen dafür sorgen, dass man das Kind in Ruhe stillen darf und kann.

    Übrigens: aussterbende Gruppe. Währen Sie kein Mensch, sondern Tier würden Sie schon auf der Rote Liste stehen. Nun sorgen Sie leider nur dafür, dass andere Menschen rot SEHEN.

    Alles in allem kann ich persönlich also nur sagen:
    – Es gibt zuwenig stillende Frauen, obwohl stillen nachweislich für viele Krankheiten schützt. Das Ministerium von Volksgesundheit sollte also das natürliche Stillen propagieren.
    – Es gibt zu wenig öffentliche Stillräume. Es gibt gesetzliche Regelungen, wann und wie viele Toiletten irgendwo vorhanden sen sollten. Eine ähnliche Regelung, die Stillräume in Kaufhäuser, Theater, Schwimmbäder, größere Betriebe usw. vorschreibt wäre dringend (und in Deutschland leider auch zwingend) notwendig.
    – Dort, wo es schon Wickelräume gibt, sollte man überprüfen ob es in dort möglicherweise auch Platz gibt für eine Stillecke. Nur bitte nicht neben dem Windeleimer.
    – Es gibt zuwenig Information über Stillen. Kinder sollen in der Schule schon lernen, dass dies eine natürliche Vorgang ist. In Apotheker-Zeitungen (und auch sonstwo, z. B. in Fernsehen) sollte auch öfters mal darauf hingewiesen werden, dass Frau diesen Vorgang nicht einfach steuern kann. Wenn ihr Körper auf das Geschrei des Babys reagiert oder wenn es einfach Zeit ist, MUSS sie stillen und kann nicht einfach eine Stunde warten.
    – Behörden und öffentliche Betriebe müssen ihr Personal schulen und darauf hinweisen, dass Stillen beim Gesetz nicht verboten ist. Dass ein Fahrer einfach seinen Bus stehen lässt, weil eine Frau stillt, darf einfach nicht sein. Es wäre auch eine gute Idee, wenn gerade Behörden mit gutem Beispiel vorangehen und es in diesen Gebäude frei zugängliche Stillräume geben würde.
    – Sei mutig! Wenn du angepöbelt wirst, weil du stillst, drohe damit die Polizei wegen Belästigung anzurufen. Erkläre mit ruhigen Worte, dass nicht du im Fehler bist, sondern die andere Person. Bei grober Beleidigung, Handgreiflichkeiten oder auch längere Störung deiner Ruhe nicht lange fackeln aber tatsächlich die Polizei rufen. Nur so verstehen viele Menschen, dass sie wirklich ein falsches Benehmen zur Tage legen.
    – Setze dich im ÖPNV und Züge immer auf einem Platz in der Nähe anderer Frauen. Diese wären eher bereit dich zu unterstützen, vor allem, nachdem du die Sachlage klar dargestellt hast.
    – Lege immer Protest ein. Wenn ein Wachmann, Pförtner oder Kellner versucht dich zu verscheuchen, bestehe darauf den Chef, Gerant oder Direktor zu sprechen. Das untere Personal kann nicht selber entscheiden. Das höhere Personal ist es schon peinlich, wenn du dich vorher laut genug bei den Untergebenen beschwert hast und viele andere Besucher oder Klienten das mitbekamen. Nehme diese Chance war.
    – Sollte auch das nicht helfen, unterrichte dein Gegenüber davon, dass du dich an die Zeitung und RTL wenden wirst. Falls du dich traust, mache einfach ein Bild von deinem Gesprächspartner und erkläre auch, dass das für die Zeitung ist.
    – Starte mit anderen Mütter eine Aktion in deiner Stadt. Entwerfe Plakate mit Mutter und Kind und den Aufschrift “Stillende Mütter sind hier willkommen!”
    Versuche diese Plakate in Restaurants, Theater, Cafés, Kaufhäuser usw. auf zu hängen (selbstverständlich nach einem Gespräch mit der Betriebsleitung). Nachdem es eine gewisse Zahl solcher Betrieb gibt, gründe eine Facebookgruppe oder entwerfe einen Homepage. Publiziere dort eine Positivliste der Betriebe, die zugesagt haben. Mache auch einen Test, damit du positive und negative Merkmale auflisten kannst. Dabei kannst du denken an: darf man in der Öffentlichkeit stillen; gibt es einen separaten Raum; wie sieht dieser Raum aus; ist der Raum nur für euch oder ist es z.B. ein Personalumkleide, wo auch Männer herein platzen können; usw.
    – Mache auch Werbung für diese Betriebe indem du versuchst damit an der örtlichen Presse zu gehen. Vor allem gratis Zeitungen sind für solche Berichte empfindlich, weil sie versuchen werden bei dem Bericht auch Anzeigen der Betriebe zu platzieren.
    – Vergesse nicht auch eine Negativliste zu publizieren. Eigentlich bräuchtest du zwei Listen: eine Liste von Kleinbetriebe, die räumlich bedingt einfach nicht in der Lage sind, besondere Vorrichtungen zu treffen. Für Restaurants usw. gilt das nicht, denn die können das Stillen im Speiseraum einfach zulassen.
    – Eine zweite Liste brauchst du von solchen Betriebe, die eigentlich in der Lage wären Stillräume oder Stillecken einzurichten oder wenigstens das öffentliche Stillen zulassen, aber sich einfach verweigern. Wer sich traut kann sogar Aufkleber produzieren und dies an den Eingangstüre dieser Betriebe anbringen. ACHTUNG! UNERLAUBT, also STRAFBAR. Auf keinem Fall Sachbeschädigungen, denn da gibt es kein Pardon.

    Liebe stillende Mütter, damit habe ich genug gesagt und ich hoffe, dass der eine oder andere Mann sich angesprochen fühlt und vielleicht auch reagiert. Stillt ruhig weiter in der Öffentlichkeit und habt auch keine Angst mal etwas mehr Brust zu zeigen. Wenn ich sehe, wie ihr euch manchmal mit Tücher abkämpft, die ständig wegrutschen, dann denke ich immer: lass das! Du ziehst durch dein “Gefummel” erst recht alle Blicke auf dich.
    Außerdem möchte ich alle LeserInnen bitten: Zeig Courage! Steh auf! Protestiert! Wo immer jemand versucht eine stillende Frau zu verscheuchen, kämpfe für ihr Recht. Und wenn sie kein Recht bekommt, zeige dein Abscheu indem auch du aufstehst und gehst.

    In diesem Sinne: fröhliches Stillen!

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      Nicola
      9. Juni 2015 at 12:39

      Lieber Johannes,

      vielen Dank für deine engagierte Stimme für uns Stillmamis.

      Allerdings möchte ich einige Dinge klarstellen.

      Zunächst mal sind wir Frauen keine Maschinen, die nach einer bestimmten Zeit “gemolken” werden oder sonst einfach in Sturzbächen auslaufen. Manche (gerade Mütter von Neugeborenen) tropfen ständig und bei zunehmenden Druck dann immer mehr oder es kann auch bei manchen Frauen tatsächlich deutlich mehr sein. Andere haben damit weniger Probleme, laufen gar nicht oder erst nach sehr langer Zeit aus, aber sicherlich nie nach einem festen Zeitplan. Dennoch kann es bei fast jeder Frau zu einem schmerzhaften oder schlimmstenfalls sogar emzündlichen Milchstau kommen, wobei auch hier die Neigung dazu bei jeder Frau unterschiedlich ist.

      Viel dringender ist aber i.d.R. das Bedürfnis des Babys nach Nahrung oder andere Bedürfnisse, die durch das Stillen befriedigt werden. Vielleicht hat das Baby gerade viel erlebt und muss es verarbeiten, was viele am besten an der Brust können, etc.

      Weiter im Text… ich finde es unmöglich, wie man Stillen mit Pinkeln vergleichen kann! Das einzige, was Stillen und Pinkeln gemeinsam haben, ist, dass man dabei ein Körperteil entblößt, das man sonst eher bedeckt hält. Sonst sehe ich da absolut keine Gemeinsamkeit!

      Und du hast ganz recht, das Entblößen geht durchaus dezent. Ich selbst würde mich im ganzen Leben nicht mit nackten Brüsten irgendwo zeigen wollen! Aber mein Kind stille ich überall, oft auch einfach nebenbei. Und äh… nein, ich lasse das nicht sein, mich dabei zu verhüllen so gut es geht.

      Ich möchte auch keine Stillräume. Ich möchte mich nicht mit meinem Baby absondern müssen, sondern ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sein, an Gesprächen teilnehmen, nicht an den Rand gedrängt werden. Ich möchte immer überall dabei bleiben dürfen, während ich mein Kind stille und es dabei vermeide, meine Haut zu zeigen. Und wenn das Kind(!) es gerade bedingt, dass wir uns mal zurück ziehen müssen, ja, dann bin ich dankbar, wenn es dafür geeignete Örtlichkeiten gibt.

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    Swantje
    9. Juni 2015 at 14:38

    Habe eben folgendes an die Hochbahn geschrieben:

    Sehr geehrtes Hochbahn-Team,

    eine stillende Mutter zum Aussteigen zu nötigen, finde ich
    verwerflich. Wir leben nicht mehr in der prüden Biedermeierzeit, in der stillende
    Mütter aus der Öffentlichkeit ins häusliche Umfeld verbannt wurden.

    Stillen ist das natürlichste der Welt und für die Kinder die gesündeste Ernährung.
    Zudem spannen und schmerzen volle Brüste und müßen regelmäig abgetrunken werden.
    Eine Frau in einer solchen Situation auf die Straße zu setzen ist unmenschlich und rücksichtslos, das Verhalten Ihres Mitarbeiters pfinde ich deshalb kinder- und frauenverachtend. Es ist für heutige Mütter in unserer modernen Welt sowieso schon schwer genug überhaupt Rückzugsorte für das Stillen zu finden, und wenn es nur eine Bank zum Hinsetzen wäre.

    Deshalb hoffe ich, daß es sich um einen bedauerlichen Einzelfall gehandelt hat und apelliere an Ihre Solidarität mit stillenden Müttern und ihren hungerigen Säuglingen.

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    Holger und Anja Eilers
    14. Juni 2015 at 13:15

    Soeben Email an abgeschick an info@hochbahn.de und presse@hochbahn.det:

    “Sehr geehrte Damen und Herren,

    “Stillende Mutter aus Bus geworfen”:

    Basieren diese Pressemeldungen auf einem Fake, oder handeln Ihre Fahrer tatsächlich so unsensibel und offensichtlich gesetzesverstoßend?

    Da wir den Foren nicht folgen, in denen dieser unvorstellbare Vorgang mit Argusaugen beobachtet und entsprechend kommentiert wird, erwarten wir eine persönliche Antwort an diese Adresse. Als Eltern von drei Kindern können Sie sicher sein, dass wir, ohne adäquate und nachvollziehbare Stellungnahme, diesen Vorgang nicht auf sich beruhen lassen werden.

    Mit freundlichen Grüßen,”

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    Krijger
    7. Januar 2016 at 20:02

    Also für denjenigen der nicht Nackt zur Welt kam eine kleine Aufklärung , Eine Frau hat eine Vagina um ein Kind zu gebären, und Busen um den Neuankömmling Hapi Hapi zu geben. Der Mann hat einen Penis oder auch Pimmel genant , der nicht nur zum Pinkeln vorhanden ist sondern auch um Kinder zu zeugen , Soviel für die zurückgebliebenen

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    Regina
    26. April 2016 at 17:16

    Hallo liebe Mamis,

    ich bin selber Mutter eines dreimonatigen Sohnes und stille nicht,
    ich finde die Reaktion des Busfahrers unter aller Sau, trotzdem finde ich, wenn ich als Mutter unterwegs bin und weiß, dass mein Baby jederzeit Hunger bekommt, dann hab ich Stillutensilien dabei u. a. ein Tuch. Damit kann ich dann jederzeit das Stillen “bedecken”. Ich selber mag es auch nicht so gerne, wenn ich sehe, wie eine Mutter mit “offener” Brust stillt. Ich finde es schlichtweg nicht schön. Wir treffen uns regelmäßig mit anderen Müttern, die alle stillen. Auch in Cafes und Restaurants, aber auch die stillinden Mütter sollten akzeptieren, dass es Männer und Frauen gibt, die es eben nicht so sehen möchten. Das heißt aber keinesfalls, dass Mütter in der Öffentlichkeit nichtr stillen dürfen. Falls es vernünftige Stillecken gibt, dann sollte man die auch nutzen, wenn nicht, dass eben die Abdeckvariante.

    Beste Grüße

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      Sabrina
      31. Mai 2016 at 12:22

      Nicht jedes Kind mag abgedeckt werden, oder bedecken sie das baby mit flasche? oder sich selber beim Essen?
      Nein.
      Ein bikini oder ein tiefer ausschnitt zeigt manchmal mehr von den Rundungen, wie eine stillende Mutter.

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    • Reply
      Stillende
      4. September 2016 at 23:01

      LIEBE REGINA, schau doch einfach weg. Du wirst nicht genötigt hinzusehen. Wie würde es dir gefallen, wenn die anderen Muttis dir sagen, dass du dein Kind bedecken solltest oder gar eine Ecke suchen, um deinem Kind die Flasche zu geben, weil sie es als “nicht schön” empfinden.

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    Shaiith
    30. Mai 2016 at 17:31

    … Unmenschliches, egoistisches Handeln seitens des Fahrers.. hat die Mutter was falsch gemacht? Definitiv nein. Es ist ihre (auch gesetzliche ) Pflicht, sich um Ihren Nachwuchs zu kümmern. Wenn Kind hunger hat, kriegt Kind essen, egal wo und wie. Ich finde es eine Frechheit, die Bedürfnisse eines Kindes unter die Bedürfnisse eines erwachsenen zu stellen. Der Fahrer sollte abgemahnt werden, sich persönlich entschuldigen und das Unternehmen ein klares Statement rausgeben, das Stillen in öffentlichen Verkehrsmitteln völlig in Ordnung ist. Wer es nicht sehen will, kann weg gucken. Es wäre eine Schande, wenn eine Mutter sich in irgendeiner Form verstecken muss, wenn sie Ihrer Pflicht nachgeht. das ist pure Heuchelei.. Kinderfreie , nackte Brüste werden einem rund um die Uhr von den Medien um die Ohren gehauen.. aber eine stillende Frau ist plötzlich zu anrüchig? dann doch wohl nur, weil der Betrachter sich in seiner Sexualität angegriffen fühlt, und Brüste als reines “sexspielzeug” wahrnimmt. Da sollte der Betrachter also seine Denkweise überarbeiten und schlicht tolleranter sein… schliesslich sieht man gerade im Sommer viele Männer oben Ohne… davon könnte man sich ja auch belästigt fühlen… schliesslich ist es nackte Haut.. Menschen, die ein Problem mit dem Stillen in der Öffentlichkeit haben, sind in Ihrem Denken schlicht intollerant..und daher bemitleidenswert. Ich hoffe, die Mutter und Ihr Krümel sind dann noch stressfrei heim gekommen und Sie soll sich nach diesem Erlebnis bloß nicht entmutigen lassen, Sie hat Jedes Recht darauf, Ihr Kind zu füttern wann und wo und wie immer sie will!

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